Maschinenbediener und Schichtführer Galvanik: 10 Minuten mit Tomas Kalinowski
Interview mit Tobias Blum
Wie sieht dein Werdegang aus und wie bist du zu ept und deinem Beruf gekommen?Was sind die Hauptaufgaben in der Galvanik?Wie gestaltet sich der Arbeitsalltag?Was sollte deiner Meinung nach jemand mitbringen, wenn er in der Galvanik bei ept arbeiten möchte?Wie funktioniert das 21-Schichtmodell?Was sind Vorteile des 21-Schichtmodells?Wie ist das Klima in eurem Team?Mit welchen Hobbys findest du einen Ausgleich zur Arbeit?
Wie sieht dein Werdegang aus und wie bist du zu ept und deinem Beruf gekommen?

Nach meiner Schulzeit begann ich im September 2015 eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei ept, die ich verkürzt nach drei Jahren erfolgreich abschloss. Im Anschluss wechselte ich in die Galvanik, da mich insbesondere das Zusammenspiel von Chemie und Mechanik sehr interessierte. Dort entwickelte ich mich beruflich weiter, absolvierte zunächst die Qualifikation zum Prüfer und anschließend zum Einrichter. Mit wachsender Erfahrung und Verantwortung wurde ich schließlich zum Schichtführer befördert.
Was sind die Hauptaufgaben in der Galvanik?
Als Einrichter beziehungsweise Anlagenführer gehört es zu den Hauptaufgaben, die Anlagen umzubauen und zu rüsten. Während die Anlage läuft, arbeiten wir in der Regel zu zweit, messen und prüfen die Teile und sorgen dafür, dass der Betrieb reibungslos läuft. Außerdem übernehmen wir Wartungsarbeiten und kontrollieren regelmäßig, ob alles ordnungsgemäß funktioniert.
In meiner Rolle als Schichtführer kommen zusätzliche Aufgaben dazu. Ich bin der erste Ansprechpartner bei Problemen und übernehme am Wochenende auch die Vertretung der Abteilungsleitung. Das bedeutet, dass ich mich beispielsweise um Missverständnisse in der Auftragsplanung, Krankheitsfälle oder andere Ausfälle kümmere und versuche, entsprechenden Ersatz zu organisieren.
In meiner Rolle als Schichtführer kommen zusätzliche Aufgaben dazu. Ich bin der erste Ansprechpartner bei Problemen und übernehme am Wochenende auch die Vertretung der Abteilungsleitung. Das bedeutet, dass ich mich beispielsweise um Missverständnisse in der Auftragsplanung, Krankheitsfälle oder andere Ausfälle kümmere und versuche, entsprechenden Ersatz zu organisieren.
Was gefällt dir am besten an deinem Job?
Hauptsächlich die Abwechslung. Man hat zwar seine Grundaufgaben, aber wir haben rund 700 verschiedene Artikel, die wir in der Galvanik bearbeiten. Dadurch weiß man eigentlich nie genau, was am nächsten Tag kommt.
Es kann also gut sein, dass alles ganz anders läuft als ursprünglich geplant. An einem Tag arbeitet man zum Beispiel mit sehr kleinen Teilen und am nächsten mit deutlich größeren. Auch bei den Beschichtungen gibt es große Unterschiede – mal wird mit Gold, Palladium und Nickel-Phosphor gearbeitet, und am nächsten Tag dann mit Nickel und Zinn. Gerade diese Vielfalt macht den Job für mich besonders interessant.
Es kann also gut sein, dass alles ganz anders läuft als ursprünglich geplant. An einem Tag arbeitet man zum Beispiel mit sehr kleinen Teilen und am nächsten mit deutlich größeren. Auch bei den Beschichtungen gibt es große Unterschiede – mal wird mit Gold, Palladium und Nickel-Phosphor gearbeitet, und am nächsten Tag dann mit Nickel und Zinn. Gerade diese Vielfalt macht den Job für mich besonders interessant.
Was sollte deiner Meinung nach jemand mitbringen, wenn er in der Galvanik bei ept arbeiten möchte?

Auf jeden Fall sollte man eine gute Lern- und Aufnahmefähigkeit mitbringen, dazu Motivation. In der Galvanik lernt man ein großes Spektrum, von Mechanik bis Chemie, und man muss bereit sein, im Schichtmodell und auch am Wochenende zu arbeiten.
Wie funktioniert das 21-Schichtmodell?
Wir haben im 21-Schichtmodell Früh-, Spät- und Nachtschichten. Der Rhythmus sieht folgendermaßen aus: vier Tage arbeiten (Frühschicht), einen Tag frei, wieder vier Tage arbeiten (Mittagschicht), zwei Tage frei, dann noch einmal vier Tage arbeiten (Nachtschicht) und schließlich drei Tage frei. Danach wiederholt sich der ganze Ablauf von vorne.
Was sind Vorteile des 21-Schichtmodells?
Für mich persönlich ist es super, unter der Woche frei zu haben. Klar, wenn man viel am Wochenende unternehmen möchte, besonders als junge Person, ist das vielleicht nicht ideal. Aber ich finde, dass man Termine und Freizeitgestaltung unter der Woche viel entspannter erledigen kann.
Wenn man an Wochenenden arbeitet, gibt es zudem natürlich auch noch einen Bonus. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das feste Modell das ganze Jahr im Voraus geplant ist. Man weiß also schon lange im Voraus, an welchen Tagen man arbeitet und wann man frei hat, was eine sehr gute langfristige Planung ermöglicht.
Wenn man an Wochenenden arbeitet, gibt es zudem natürlich auch noch einen Bonus. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch das feste Modell das ganze Jahr im Voraus geplant ist. Man weiß also schon lange im Voraus, an welchen Tagen man arbeitet und wann man frei hat, was eine sehr gute langfristige Planung ermöglicht.
Wie ist das Klima in eurem Team?
Sehr gut. Das war auch damals ein Grund, warum ich mich für die Galvanik entschieden habe. Das Miteinander ist hier nochmal etwas Besonderes, weil man immer zusammenarbeiten muss. Die Schicht besteht aus vier bis fünf Personen, und man arbeitet immer mit mindestens einer anderen Person zusammen. Dadurch muss man blöd gesagt, gut miteinander auskommen. Man hat ein festes Team, mit dem man immer zusammenarbeitet und viel Spaß hat, weshalb das Klima in der Galvanik sehr gut ist.
Mit welchen Hobbys findest du einen Ausgleich zur Arbeit?
Ich fahre im Winter gerne Ski und im Sommer Motorrad. Unter der Woche frei zu haben ist dafür super praktisch, weil es dann einfach entspannter und schöner ist und nicht so voll wie am Wochenende.
Lieber Tomas, vielen Dank für das Gespräch.
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